Rund 30 Mio Euro Umsatz machen die rund 1.300 Schuhhändler, die Dr. Dominik Benner auf schuhe24.de vereint hat. Das ist mal ein Wort.So alt ist schuhe24. de noch gar nicht. Acht Jahre in etwa. Es war die erste Fachhändler-Plattform, die unter dem damals neuen Dach derThe Platform Group, die wiederum zur traditionsreichen Benner Holding in Wiesbaden (Immobilien, Handel, Beteiligungen, E-Commerce,Agrar-Energie) gehört, aufgebaut wurde. Mittlerweile hat Benners Team Plattformen in zehn Branchen am Start: Mode, Taschen, Schmuck –und seit Kurzem auch Möbel.


Dem Einstieg und der Übernahme der Mehrheit an Möbelfirst in Bonn, die Ende Mai fixiert waren, folgte nun im Juni die Übernahme derPlattform Stylefy, die für rund 100 Hersteller vorwiegend aus Osteuropa (angeblich sind die zehn größten dort alle mit an Bord) alsVertriebsplattform zu einem relevanten Absatzkanal geworden ist. Investor und Holding-Chef Benner auf Shoppingtour im Möbelmarkt, geradejetzt. Wie kommt‘s? Benner zum INSIDE: „Der Möbelmarkt ist im Jahr 2021 noch immer sehr undigital. Ich sehe darin für uns eine großeChance, denn am Ende wird natürlich auch in diesem Markt in Zukunft immer mehr übers Netz abgewickelt. Gerade der Fachhandel wird hieraktiver werden.“


Dennis Franken und Christoph Ritschel, die beiden Möbelfirst- Gründer, sind happy, haben zum einen sicher einen guten Schnitt gemacht,zum anderen bleiben sie an Bord und können ihr Baby weiter aufziehen. Ritschel sagt es so: „Wir haben in der neuen Konstellation nun ganzneue Möglichkeiten und sehr viel vor.“ Bislang war Möbelfirst eher im Premium- und gehobenen Markt verankert. Marken wie Vitra, Rolf Benz,Cor, Walter Knoll, Stressless und viele andere versuchen über Möbelfirst ihre Fach-handelspartner von Ausstellungsstücken zu befreien.Auch aus dem konsumigen Genre sind seit der ersten Stunde Händler dabei. Sommerlad zum Beispiel. Doch der Schwerpunkt liegt sicher inder Vermarktung von Marken aus dem oberen und gehobenen Segment. Nun wollen Benner und seine neuen Möbelfirst- Freunde Frankenund Ritschel weiter in die Breite gehen. Und schieben kräftig an.
Auch ein neuer Beirat wurde gegründet. Leo Lübke, Albert Türklitz und Frank Sommerlad haben zugesagt. Ein erstes Beirats-Treffen stehtnoch aus. Für Cor sagt Leo Lübke: „Ich bin da sicher nicht der Digitalexperte in der Runde, aber zum Thema Markenentwicklung und zu denWünschen und Nöten auf Hersteller- und Händlerseite kann ich sicher was sagen.“


Früher hat Cor über die Cor-Webseite Händlern beim Abverkauf geholfen. Heute setzt Cor auf Möbelfirst und die Plattform Design meetshome von Dirk Schroeder. Lübke: „Das läuft gut.“
Soll bald noch besser werden. Der Online-Boom spielt Benner („Unsere DNA ist: Fachhändler anbinden.“) in die Karten. Die Platform-Groupsoll in diesem Jahr auf 200 Mio Umsatz wachsen. Ein zweistelliger Millionen-Betrag wird in Möbelfirst und Stylefy investiert. Im Juli werden aufden übrigen Platform-Plattformen gezielt die ersten Möbelwerbungen ausgespielt. Auch die Telefonberatung wird ausgebaut. Der Vertriebs-Innendienst ist bereits aufgestockt.